-- FlorianKaether - 2018-10-11

Diskussion der Qualitätssicherung bei Noell, Besuch in Würzburg 23.10.2018

Sammlung von Themen
  • (Florian:) Exemplarisch für typische Probleme: Temperatursensoren
    1. Installation: Beim Einbau wird nicht sorgfältig genug gearbeitet. Die Anzahl der Fehler bei der gesamten Sensorik ist enorm.
    2. mangelnde Überprüfung: Es wird zwar der Widerstand des Sensors gemessen, aber nicht überprüft ob dieser Wert der aktuellen Umgebungstemparatur entspricht. Hier hätten Abweichungen bereits vor Auslieferung auffallen können.
    3. GSI findet den Fehler und meldet ihn an BNG. Dann wird immer erst einmal abgestritten ("in Würzburg war noch alles in Ordnung"), oder heruntergespielt ("das ist ja nur ein Prozent Abweichung, und das wird im Kalten noch weniger").
    4. Erst nach zähen Diskussionen erklärt sich BNG bereit den Fehler zu beheben. Häufig wird bei der Reparatur dan ein neuer Fehelr gemacht.


  • (Dietrich:) Ich hätte gerne am Beispiel der Prozessleitungsthematik eine Erklärung des Vorgangs:
    1. Hatten die Werker eine Zeichnung vorliegen?
    2. Wurden die Positionen festgestellt?
    3. Wurden die Messwerte weitergegeben?
    4. An wen (Schönbein?) wurden sie weitergegeben?
    5. Wie hat der Empfänger reagiert?
    6. Welche Anweisung wurde gegeben?
    7. Hat der Empfänger (Schönbein?) die Problematik intern weitergeleitet (Sattler?)
    8. War der Projektleitung die Problematik vollumfänglich bekannt?
      Ist BNG nicht in der Lage / nicht willens, dies Punkt für Punkt ohne Wenn und Aber und ohne Verharmlosung zu berichten können wir kaum auf Änderung / Besserung hoffen!
    • Negativ:
      1. Grundsätzliche Einstellung. Geist (Zeugnisse/Protokolle kopiert; Prozessleitungsvorfall)
      2. ständige Vermischung technischer und pekuniärer Aspekte ist ermüdend und zeit- und energieraubend
      3. Billig"-Lösungen haben oft Vorrang vor guten Lösungen und werden ausdauernd verteidigt (Dichtungen an Endkappen)
    • Positiv:
      Engagement ist feststellbar wenn a) eigene Vorteile b) nicht wegzudiskutierende Verpflichtung besteht.
  • (Jochen) Sollwerte in den QIPPs
    • 01000-3.5: Überprüfung Temperatursensoren, Heizungen, Thermoelemente
      1. Seite 2 von 3, Isolationstest:
        Die Ableitströme an zumindest einem der Sensoren TL01 und TL02 oder Heizer HL01 und HL02 liegen regelmäßig über dem angegebenen Maximalwert von 0,5 µA.
        Wieso wird diese Überschreitung nicht gemeldet oder zumindest im QIPP kommentiert? Wieso wird der angegebene Maximalwert nicht hinterfragt.
      2. Seite 3 von 3, Widerstandsmessung Sensoren:
        Als Erwartung für die Widerstandsmesssungn an TL01 und TL02 sind 12 Ohm eingetragen. Typischerweise werden 25 Ohm gemessen.
        Piotr meinte, der zur kleine Sollwerte könne noch aus der Zeit stammen, als die Messleitungen fälschlicherweise auf einem Thermalisierungspad unterbrochen waren. Für die Funktionalität des Thermocouples müssen die beiden Drähte unterschiedlichen Materials aber bis in den Raumtemperaturbereich geführt werden.
        Unabhängig davon, was der Grund für die Änderung ist und die Funktionalität bei 25 Ohm gegeben ist: Wieso meldet sich niemand von BNG und bittet um die Anpassung des Sollwerts (oder der Erwartung)? Wieso meldet kein Techniker, der diese Tests durchführt, sich bei seinem Vorgesetzten und macht auf die Problematik aufmerksam?
In identischer Form werden die Messungen auch in 01050-3.38 beim Zusammenbau der Kalten Masse durchgeführt.
    • (Alex) Ergänzung:
      20050-4.1: Vakuumbehälter - Positionstoleranz der Referenzbohrungen am Flansch
      Siehe Maßprotokoll S.16 von 24 des QIPP pdfs.
      Laut Spezifikation sollen die 8H7 Bohrungen die Positionstoleranz von 0,020 mm nicht überschreiten. Der Istwert ist nahezu immer größer.
      Im Protokoll ist lediglich: "Zur Info: Widersprüchliche Angaben in Zng. Maße "0,02" sind zur Ermittlung des Behälterzentrums nötig" vermerkt.
      Auch hier wurde meines Wissens nach nie von BNG eine Anfrage zur Klärung / oder ein Hinweis veranlasst welche evtl. vorliegende Missverständnisse aufdecken.
      Ins Besondere da der Vakuumbehälter samt Bohrungen eine Auftragsarbeit von MSA für BNG ist.
  • (Jochen) Nachvollziehbarkeit von Prüfmaßen in den QIPPs
    Im Zusammenhang mit den Versatz der Spule entlang der Strahlachse habe ich nachgeschaut, was die QIPPs über die Positionierung der Spule verraten. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Maßangaben in Scans technischer Zeichnungen nicht lesbar sind, weil die Auflösung des Scans dafür nicht ausreicht. Ich weiß nicht, ob die Lesbarkeit in der gedruckten Variante gegeben ist.
    Beispiele:
    • 65150-4.2, Endabmessungen nach dem 2. Backen (mit Prepreg):
      Seite 2 von 5: Die Zahlen auf den Raster lassen sich nur mit den Werten der Tabelle auf Seite 4 von 5 rekonstruieren.
      Seite 3 von 5: Hier heißt es, die Messung beginne auf der Connection Side in einem Abstand von 1525 mm von der Mitte. Der Messbereich von 0 bis 2850 mm in der Tabelle auf Seite 4 deutet dann doch eher auf einen Abstand von 1425 mm hin (2*1425 = 2850). Hier würden die Zahlen des Raster auf Seite 2 helfen.
      Die Messungen der Jochhäften (40050-5.2 und 40050-6.2, Maßkontrolle nach dem Bearbeiten) nennen einen Startpunkt von 1425 (ohne Maßeinheit) von der Mitte aus.

Weitere Punkte:

  • Punkt 1
  • Punkt 2
Sonstiges.
Topic revision: r4 - 2018-10-17, JochenKetter
 
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